Alaska Solitär: gleiche Farbe, beide Richtungen
Alaska ist der Zwilling von Yukon mit einer Regel, die Spider-Spielern sofort vertraut vorkommt: Angelegt wird nur in gleicher Farbe. Dafür darf die Folge sowohl auf- als auch absteigen. Auf eine Herz-Acht passt also die Herz-Sieben oder die Herz-Neun, sonst nichts. Wie bei Yukon gibt es keinen Talon, und jede offene Karte darf mit allem, was darauf liegt, bewegt werden.
Ist das leichter oder schwerer als Yukon? Mit Kenntnis aller Karten fand unser Löser in 500 Partien für 75,6 % einen sicheren Sieg, bei Yukon waren es 67,0 %. Nachweislich unlösbar waren 7,2 %, und bei 17,2 % reichte die Rechenzeit nicht für eine Entscheidung. Bei den sicher gelösten Partien liegt Alaska vorn. Weil bei Yukon mehr Partien offen blieben, lässt sich aber nicht sicher sagen, welches der beiden Spiele häufiger lösbar ist. Klar ist: Alaska verlangt eine andere Art zu denken, in Farben statt in Rot und Schwarz.
Alaska in Zahlen
| Kennzahl | Alaska | Yukon zum Vergleich |
|---|---|---|
| Nachweislich lösbar (Löser kennt alle Karten) | 75,6 % (71,6-79,2 %) | 67,0 % |
| Nachweislich unlösbar | 7,2 % | 3,4 % |
| Unentschieden | 17,2 % | 29,6 % |
| Lösbar also zwischen | 75,6 % und 92,8 % | 67,0 % und 96,6 % |
| Gewonnen, einfacher Computerspieler | 1,5 % (1,3-1,8 %) | 4,5 % |
| Karten auf der Ablage am Ende (Computerspieler) | rund 5 von 52 | 7,4 von 52 |
Löser: je 500 Partien. Computerspieler: je 10.000 Partien. In Klammern der 95-%-Bereich. Für Alaska gibt es in der Studie von Blake & Gent keine veröffentlichte Vergleichszahl.
Die Regeln auf dieser Seite
- Aufbau wie bei Yukon: sieben Stapel mit 1, 6, 7, 8, 9, 10 und 11 Karten, jeweils die letzten fünf offen, kein Talon.
- Angelegt wird nur in derselben Farbe, einen Rang höher oder einen Rang niedriger.
- Jede offene Karte darf mit allen Karten darüber bewegt werden.
- In ein leeres Feld darf nur ein König.
- Die Ablagestapel bauen Sie je Farbe vom Ass bis zum König.
Warum unser Programm hier fast scheitert
Die Lücke zwischen Löser und Computerspieler ist bei Alaska die größte unter allen Spielen, für die wir beide Werte selbst gemessen haben: mindestens 75,6 % lösbar, aber nur 1,5 % gewonnen. Das sagt vor allem etwas über unser Programm: Es sieht nur offene Karten, rechnet 300 Stellungen voraus und nimmt nichts zurück. Vermutlich erzeugt die Freiheit, auf- und absteigend anzulegen, so viele ähnliche Möglichkeiten, dass eine kurze Vorausschau oft die falsche wählt.
Für Sie heißt das: Alaska ist sehr oft zu gewinnen, aber nicht mit schnellen, gedankenlosen Zügen.
Planung für Alaska
Richtung bewusst wählen
Ob Sie auf- oder absteigend anlegen, entscheidet, welche Karten später noch passen. Eine Folge, die in beide Richtungen wächst, blockiert sich leicht selbst.
Farben wie bei Spider trennen
Denken Sie jeden der vier Farbstränge einzeln durch, so wie bei Spider mit 4 Farben.
Die langen Stapel öffnen
Bis zu sechs Karten liegen in den hinteren Stapeln verdeckt. Dort entscheidet sich die Partie.
Verdeckte Asse sind kein Grund aufzugeben
Im Schnitt lagen 1,6 Asse zu Beginn verdeckt. Die Gewinnquote unseres Computerspielers war dabei so niedrig, dass sich daraus keine Regel ableiten lässt. Wichtiger als die Lage der Asse ist, in welcher Reihenfolge Sie aufdecken.
Rückgängig nutzen
Gerade weil es so viele Möglichkeiten gibt, lohnt es sich, zwei Wege auszuprobieren.
Unsere Untersuchung Schritt für Schritt
Unser Team hat im September 2026 untersucht, wie oft Alaska auf dieser Seite lösbar ist und wie es sich von Yukon unterscheidet.
- Regeln aus dem Code. Gleicher Aufbau wie Yukon, aber Anlegen und Bewegen nach der Regel „gleiche Farbe, einen Rang auf oder ab“. Nur Könige in leere Felder.
- Nachbau. Das Spiel als Programm, das nur erlaubte Züge ausführt.
- Austeilen. Nummerierte Partien: 1 bis 500 für den Löser, 1 bis 10.000 für den Computerspieler.
- Zwei Spieler. Ein Löser mit Kenntnis aller Karten und einer Grenze von 50.000 Stellungen pro Partie, und ein Computerspieler, der nur offene Karten sieht und 300 Stellungen vorausrechnet.
- Durchlauf. Jede Löser-Partie endet als gelöst, unlösbar oder unentschieden.
- Vergleich. Eine veröffentlichte Zahl für Alaska gibt es nicht; als Bezug dient unser eigener Yukon-Lauf mit gleicher Methode.
- Unsicherheit. Der Anteil gelöster Partien liegt mit 95 % Sicherheit zwischen 71,6 % und 79,2 %.
- Grenzen. Unser Computerspieler ist für Alaska sehr schwach. Die 1,5 % sind keine Aussage darüber, wie oft Sie gewinnen können.
Die Technik dahinter
Alaska nutzt dasselbe Python-Modul wie Yukon, yukon.py (Python 3.11, nur Standardbibliothek), mit der Anlegeregel „gleiche Farbe, auf oder ab“. Der Löser ist eine Tiefensuche, die Zug um Zug probiert und bei Sackgassen zurückgeht; anders als bei Yukon legt er bei Alaska keine Karten automatisch ab. runner.py verteilt die Arbeit auf 19 Prozesse. Der Löserlauf dauerte etwa 3,5 Minuten, die 10.000 Partien des Computerspielers gut eine Minute. Die 95-%-Bereiche berechnen wir als Wilson-Intervall.
Beim Code, seiner Prüfung und beim ersten Entwurf dieser Seite hat uns ein KI-Assistent geholfen: Claude von Anthropic. Die Ergebnisse stammen aus dem Programm, nicht aus der KI, und wurden von unserem Team kontrolliert.
Von Admin, spidersolitairekostenlos.de. Stand der Untersuchung: 18. September 2026.
Häufig gestellte Fragen
Ist Alaska leichter als Yukon?
Bei den sicher gelösten Partien lag Alaska vorn (75,6 % gegenüber 67,0 %), doch die Bereiche überschneiden sich. Unser einfacher Computerspieler tat sich mit Alaska schwerer.
Darf ich auf- und absteigend mischen?
Ja. Jede Karte passt auf die gleichfarbige Karte direkt darüber oder darunter.
Gibt es einen Talon?
Nein, alle Karten liegen von Anfang an aus.
Was ist eine gute Vorbereitung?
Yukon Solitär mit denselben Gruppenzügen, aber in Rot und Schwarz.
Wo finde ich mehr Spiele?
Auf der Spieleübersicht. Hintergründe zu unseren Messungen stehen im Blog.

