Klondike mit drei Karten: ein Arbeitsbuch für den Talon
Bei Klondike mit drei Karten deckt jeder Klick auf den Nachziehstapel drei Karten auf, aber nur die oberste dürfen Sie spielen. Die beiden darunter bleiben liegen, bis die obere weg ist. Genau das macht die Variante so knifflig: Sie sehen Karten, die Sie gerade nicht bekommen.
Diese Seite ist deshalb als praktisches Arbeitsbuch gedacht. Sie erklärt, wie der Talon beim Drei-Karten-Ziehen „tickt“, wie Sie ihn gezielt verschieben und wann Sie eine Karte lieber liegen lassen. Die ausführlichen Zahlen zur Schwierigkeit finden Sie auf der Seite Solitär mit 3 Karten. Nur so viel vorab: Ein einfaches Programm ohne Vorausschau gewinnt bei drei Karten nur 10,6 % der Partien, bei einer Karte dagegen 42,3 %. Auf unserer Spider-Leiter liegt diese Variante damit knapp über Spider mit zwei Farben (5,7 %).
Der Dreier-Talon in Kürze
- Der Talon hat zu Beginn 24 Karten. Jeder Klick legt drei davon offen auf den Abwurf, die letzte Gruppe kann kleiner sein.
- Spielbar ist immer nur die oberste Abwurfkarte. Spielen Sie sie aus, wird die Karte darunter spielbar.
- Ist der Talon leer, drehen Sie den Abwurf um und beginnen einen neuen Durchgang. Das ist hier unbegrenzt erlaubt.
- Im Tableau gelten die gewohnten Klondike-Regeln: absteigend in abwechselnden Farben, offene Folgen dürfen mitwandern, leere Stapel nehmen nur Könige.
Die wichtigste Einsicht: Die Gruppen stehen fest, bis Sie eingreifen
Solange Sie keine Karte aus dem Abwurf spielen, sieht jeder Durchgang genau gleich aus. Die Karten an Position 3, 6, 9 und so weiter sind die einzigen, die Sie je erreichen. Alle anderen bleiben unter einer Deckkarte gefangen.
Sobald Sie aber eine Karte aus dem Abwurf ausspielen, verschiebt sich alles dahinter um eine Stelle. Im nächsten Durchgang landen andere Karten oben. Wer das versteht, kann den Talon regelrecht steuern.
Stapel-Technik in vier Schritten
- Erster Durchgang: nur beobachten. Ziehen Sie einmal komplett durch und merken Sie sich, welche Karten oben liegen. Spielen Sie nur, was Ihnen im Tableau eindeutig hilft.
- Gesuchte Karte orten. Liegt die Karte, die Sie brauchen, an zweiter Stelle einer Gruppe, müssen Sie vorher eine Karte aus dem Abwurf spielen, damit sie im nächsten Durchgang nach oben rückt.
- Verschieben mit Absicht. Suchen Sie eine harmlose Karte im Abwurf, die sich ins Tableau oder auf die Ablage legen lässt. Jede gespielte Karte verschiebt die Gruppen um eins.
- Nicht zu früh leerspielen. Ein kleiner Talon ist übersichtlich, aber je weniger Karten übrig sind, desto weniger Möglichkeiten zum Verschieben haben Sie.
Abwurf spielen oder liegen lassen?
Nicht jede spielbare Abwurfkarte sollte sofort ins Tableau. Faustregeln:
- Spielen, wenn die Karte eine verdeckte Tableaukarte freilegt oder ein Ass beziehungsweise eine Zwei auf die Ablage bringt.
- Spielen, wenn Sie damit eine gesuchte Karte im nächsten Durchgang nach oben holen.
- Liegen lassen, wenn die Karte ein Feld belegt, das Sie gleich für eine wichtigere Karte brauchen.
- Liegen lassen, wenn der Zug nur „etwas tut“, aber keinen Stapel öffnet. Im Zweifel ziehen Sie lieber weiter.
Ein durchgespieltes Beispiel
Angenommen, im ersten Durchgang liegt oben eine Pik-Neun, darunter die Herz-Acht, die Sie dringend für eine schwarze Neun im Tableau brauchen. Die Herz-Acht ist nicht spielbar, solange die Pik-Neun auf ihr liegt.
- Sie prüfen, ob die Pik-Neun irgendwo hinpasst, etwa auf eine rote Zehn im Tableau.
- Passt sie, spielen Sie sie aus. Die Herz-Acht wird sofort spielbar und wandert auf die schwarze Neun.
- Passt sie nicht, merken Sie sich die Position. Spielen Sie im selben Durchgang weiter vorne eine andere Abwurfkarte, rutscht die Reihenfolge dahinter um eins. Im nächsten Durchgang kann die Herz-Acht dann oben liegen.
Dieses Beispiel zeigt das Prinzip. Welche Karten tatsächlich wo liegen, hängt natürlich von Ihrer Verteilung ab.
Wie viele Durchgänge Sie einplanen sollten
In unseren Messungen brauchten gewonnene Partien des einfachen Programms bei drei Karten im Schnitt 3,8 Durchgänge, bei einer Karte nur 2,3. Wenn Sie beim dritten Durchgang noch festhängen, ist das also normal. Entscheidend ist, dass sich zwischen zwei Durchgängen etwas ändert: Ein Durchgang ohne einen einzigen gespielten Abwurf bringt Ihnen exakt dieselben Karten wie der vorige.
Parallelen zu Spider
Wer Spider spielt, kennt das Gefühl: Karten liegen sichtbar, aber unerreichbar. In Spider sind es Karten unter einer falschen Farbe, hier sind es Karten unter der obersten Abwurfkarte. In beiden Spielen hilft dieselbe Haltung: erst schauen, wo die gesuchte Karte steckt, dann den Weg dorthin planen.
Unsere Untersuchung Schritt für Schritt
Die Zahlen auf dieser Seite stammen aus derselben Untersuchung wie die auf Solitär mit 3 Karten. Unser Team hat sie im September 2026 durchgeführt.
- Gleiches Spiel, andere Seite. Im Code haben wir geprüft, dass diese Seite exakt dasselbe Spiel lädt wie „Solitär mit 3 Karten“: drei Karten pro Zug, unbegrenzte Durchgänge.
- Nachbau. Das Spiel als Programm, das nur erlaubte Züge macht, geprüft über 2.000 Partien.
- Austeilen. 10.000 nummerierte, wiederholbare Verteilungen.
- Spieler. Ein regelbasiertes Programm ohne Vorausschau und ohne Rückgängig, also eine Untergrenze.
- Ergebnis. 10,6 % gewonnen (95-%-Bereich 10,0-11,2 %), 3,8 Durchgänge pro Sieg.
- Löser. Ein zweites Programm, das alle Karten kennt, gewann auf 1.000 Partien 66,2 %; die übrigen Einzelheiten stehen auf der Schwesterseite.
- Vergleich. Blake und Gent (JAIR 2026) nennen 81,945 % mit Kenntnis aller Karten, das liegt in unserem Bereich.
- Grenzen. Das Programm steuert den Talon nicht so geschickt, wie es diese Seite beschreibt. Menschen, die bewusst verschieben, gewinnen öfter.
Die Technik dahinter
Das Modul klondike.py (Python 3.11, nur Standardbibliothek) bildet das Drei-Karten-Ziehen genau nach: Das Programm darf nur die oberste Karte jeder Dreiergruppe nutzen. runner.py verteilt die Partien mit multiprocessing auf mehrere Prozesse, die Bereiche sind Wilson-Intervalle. Ein KI-Assistent (Claude von Anthropic) hat beim Code und beim Entwurf dieser Seite geholfen; die Zahlen kommen ausschließlich aus dem Programmlauf.
Von Admin, spidersolitairekostenlos.de. Stand der Untersuchung: 18. September 2026.
Häufig gestellte Fragen
Warum sehe ich drei Karten, darf aber nur eine spielen?
So funktioniert die Variante: Nur die oberste Karte ist frei. Die anderen werden spielbar, sobald die oberste weg ist.
Bringt es etwas, den Talon ohne Zug durchzuklicken?
Nur zum Beobachten. Ohne gespielte Abwurfkarte kommen im nächsten Durchgang dieselben Karten nach oben.
Gibt es eine Grenze für Durchgänge?
Nein. Sie können den Talon so oft durchgehen, wie Sie möchten.
Ist diese Seite dasselbe Spiel wie „Solitär mit 3 Karten“?
Ja, dieselben Regeln. Diese Seite erklärt die Technik, die andere die Zahlen.
Womit übe ich am besten?
Mit einer Karte pro Zug unter Klondike Solitär. Wer es schwerer mag, versucht Spider mit zwei Farben.

