FreeCell

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FreeCell: das Gegenstück zu Spider mit vier Farben

Bei Spider mit vier Farben liegen die meisten Karten verdeckt, und ein Plan muss mit Überraschungen rechnen. Bei FreeCell ist es umgekehrt: Alle 52 Karten liegen vom ersten Moment an offen. Nichts ist verborgen, und fast jede Partie lässt sich gewinnen. In unserer Messung fand ein Löser für 99,68 % von 10.000 Partien einen Weg zum Sieg. Für keine einzige Partie konnte er beweisen, dass sie unlösbar ist.

FreeCell ist damit das ideale Trainingsspiel für alle, die bei Spider besser planen möchten. Die Frage lautet hier nie „Was liegt unter dieser Karte?“, sondern immer „In welcher Reihenfolge?“. Wer das beherrscht, profitiert auch in jeder anderen Patience davon.

Wie viel jede freie Zelle wert ist

Der Name sagt es schon: Vier freie Zellen sind Ihr Spielraum. Wir haben gemessen, was passiert, wenn weniger Zellen zur Verfügung stehen. Die Spalte „lösbar“ zeigt den Bereich von „nachweislich gelöst“ bis „gelöst plus unentschieden“.

Freie ZellenLösbar (unsere Messung)Veröffentlicht (Blake & Gent 2026)Partien
4 (wie auf dieser Seite)99,68 % gelöst, 0 unlösbar99,9989 %10.000
396,0-99,0 %99,36 %3.000
274,0-79,8 %79,54 %3.000
117,4-20,4 %19,35 %3.000
00,20-0,27 %0,21 %3.000

Die Kurve ist bemerkenswert: Die vierte Zelle ändert wenig, die dritte schon mehr, und ab zwei Zellen bricht die Lösbarkeit ein. Mit einer einzigen Zelle ist nur noch etwa jede fünfte Partie zu schaffen. Übertragen auf Ihr Spiel heißt das: Jede Zelle, die Sie belegen, macht Sie schwächer, und zwar umso stärker, je weniger noch frei sind.

Die Regeln auf dieser Seite

  • Ein Kartenspiel mit 52 Karten wird offen auf acht Stapel verteilt: vier mit sieben, vier mit sechs Karten.
  • Oben links liegen vier freie Zellen, jede nimmt eine Karte auf.
  • Oben rechts bauen Sie vier Ablagestapel vom Ass bis zum König in je einer Farbe.
  • Auf den Stapeln legen Sie absteigend und in abwechselnden Farben an: eine schwarze Fünf auf eine rote Sechs.
  • In ein leeres Feld darf jede Karte.
  • Mehrere Karten können Sie auf einmal bewegen, so viele, wie freie Zellen und leere Felder erlauben. Technisch ist das nur eine Abkürzung für mehrere Einzelzüge.

FreeCell und Spider im Vergleich

  • Information: Bei FreeCell ist alles offen, bei Spider ist das meiste verdeckt.
  • Lösbarkeit: Beide sind mit perfektem Wissen fast immer lösbar (99,9989 % gegenüber 98,5 % bei Spider mit vier Farben).
  • Platz: Bei Spider sind leere Felder der Schlüssel, bei FreeCell sind es Zellen und leere Felder zusammen.

Planen wie ein Löser

Erst schauen, dann ziehen

Nur bei 49 % unserer Partien war gleich zu Beginn ein Ass spielbar. In allen anderen Partien liegt das erste Ass unter anderen Karten. Suchen Sie vor dem ersten Zug alle vier Asse und überlegen Sie, welches am schnellsten zu befreien ist.

Zellen sind Arbeitsplatz, kein Lager

Die Tabelle oben zeigt, wie teuer jede belegte Zelle ist. Legen Sie eine Karte nur in eine Zelle, wenn Sie wissen, wie sie wieder herauskommt.

Ein leeres Feld ist Gold wert

Ein leerer Stapel nimmt nicht nur eine beliebige Karte auf, er erhöht auch, wie viele Karten Sie auf einmal verschieben dürfen: Auf dieser Seite gilt freie Zellen + leere Stapel + 1. Die Stapel mit sechs Karten sind die besten Kandidaten, um früh einen Stapel zu leeren.

Nicht zu früh ablegen

Eine rote Vier auf der Ablage fehlt Ihnen vielleicht später, um eine schwarze Drei unterzubringen. Legen Sie Karten erst ab, wenn die beiden andersfarbigen Karten zwei Ränge darunter schon oben sind.

Aufgeben lohnt sich fast nie

Kein einziges unserer 10.000 Spiele war nachweislich unlösbar. Wenn es klemmt, gehen Sie mit Rückgängig einige Züge zurück.

Unsere Untersuchung Schritt für Schritt

Unser Team hat im September 2026 untersucht, wie viele FreeCell-Partien auf dieser Seite lösbar sind, und wie stark die Zahl der freien Zellen das beeinflusst.

  1. Regeln aus dem Code. Acht Stapel (7, 7, 7, 7, 6, 6, 6, 6), alles offen, vier Zellen, abwechselnde Farben, jede Karte in leere Felder. Die Grenze für Mehrkartenzüge ändert nichts an der Lösbarkeit, weil sich jeder solche Zug auch Karte für Karte ausführen lässt.
  2. Nachbau. Das Spiel als Programm, das nur erlaubte Einzelzüge macht.
  3. Austeilen. 10.000 nummerierte Partien für vier Zellen, je 3.000 für null bis drei Zellen. Unsere Nummern entsprechen nicht den bekannten Windows-Spielnummern.
  4. Löser. Eine Suche, die immer die vielversprechendste Stellung zuerst untersucht, bis zu 200.000 Stellungen pro Partie. Partien, die danach offen waren, liefen ein zweites Mal mit bis zu 1.000.000 Stellungen.
  5. Ergebnis. Bei vier Zellen: 99,68 % gelöst, 0 % unlösbar, 0,32 % nach beiden Durchgängen unentschieden.
  6. Gegenprobe. Eine völlig unabhängige zweite Suche, die nur Einzelzüge kennt, hat Stichproben erneut durchgerechnet: fünf Partien mit einer Zelle und zwei als unlösbar eingestufte Partien mit drei Zellen. Beide Suchen kamen jedes Mal zum selben Ergebnis.
  7. Vergleich. Alle unsere Bereiche enthalten die Werte von Blake & Gent (JAIR 2026). Bei drei Zellen lag unser Anteil unlösbarer Partien mit 0,97 % etwas über dem Wert, der sich aus der Studie ergibt; wir führen das auf die Stichprobe zurück.
  8. Grenzen. Die Seite erlaubt, eine Karte von der Ablage zurückzuholen. Unser FreeCell-Löser nutzt das nicht, unsere Zahlen können dadurch nur etwas zu niedrig sein, nie zu hoch.

Die Technik dahinter

Der Löser steckt im Python-Modul freecell.py (Python 3.11, nur Standardbibliothek). Er speichert jede Stellung in einer einheitlichen Form, damit er dieselbe Stellung nie zweimal untersucht, und legt Karten nur dann automatisch ab, wenn das beweisbar ungefährlich ist. Die Priorität einer Stellung ergibt sich aus den Karten, die noch nicht abgelegt sind, und den Karten, die auf einer niedrigeren Karte liegen. runner.py verteilt die Partien auf 19 Prozesse, der zweite Durchgang läuft über retry.py, die Gegenprobe über verify_freecell_bruteforce.py. Der Lauf mit vier Zellen dauerte rund 18 Minuten. Die 95-%-Bereiche sind Wilson-Intervalle.

Ein KI-Assistent (Claude von Anthropic) hat uns beim Schreiben und Prüfen dieser Programme und beim Entwurf dieses Textes unterstützt. Die Ergebnisse selbst kommen aus dem Programmlauf, nicht von der KI, und unser Team hat sie mit den veröffentlichten Werten verglichen.

Von Admin, spidersolitairekostenlos.de. Stand der Untersuchung: 18. September 2026.

Häufig gestellte Fragen

Ist jede FreeCell-Partie lösbar?

Fast jede. Die Forschung nennt 99,9989 %. Unter unseren 10.000 Partien war keine nachweislich unlösbar.

Hilft FreeCell beim Spider-Spielen?

Ja. Beide Spiele belohnen das Denken in Reihenfolgen und den sparsamen Umgang mit freiem Platz.

Wie lange dauert eine Partie?

Die ersten Lösungen unseres Lösers hatten im Schnitt 62 Züge. Menschen brauchen meist einige Minuten.

Wie viele Karten kann ich auf einmal verschieben?

So viele, wie Ihre freien Zellen und leeren Felder zulassen. Das Spiel rechnet es für Sie aus.

Was ist ähnlich, aber schwerer?

Baker's Solitär spielt sich wie FreeCell, verlangt aber gleiche Farben. Den Einstieg in Spider finden Sie auf der Startseite, alle Spiele auf der Übersicht.