Doppel-Solitär

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Doppel-Solitär: Klondike mit zwei Kartenspielen

Doppel-Solitär ist Klondike im Großformat. Statt 52 Karten liegen 104 auf dem Tisch, statt sieben Stapeln gibt es neun, und statt vier Ablagen füllen Sie acht. Das klingt nach doppelter Arbeit, ist aber in Wahrheit deutlich gnädiger als das normale Klondike.

Unsere Messung zeigt es klar: Ein einfaches Programm, das nur die offenen Karten sieht, gewinnt Doppel-Solitär in 81,5 % von 10.000 Partien. Beim normalen Klondike mit einer Karte schafft dasselbe Programm nur 42,3 %. Auf unserer Spider-Leiter steht Doppel-Solitär damit ganz oben, noch vor Spider mit einer Farbe (52,8 %).

Die Zahlen im Überblick

MessungDoppel-SolitärKlondike (1 Deck)
Siege des einfachen Programms81,5 % (80,7-82,2 %)42,3 %
Züge pro gewonnener Partierund 268rund 126
Durchgänge durch den Talon pro Sieg2,72,3
Verdeckte Asse zu Beginn2,8 von 81,6 von 4
Kein Zug unter den offenen Karten zu Beginn2,7 %8,6 %

Alle Werte aus je 10.000 nummerierten Verteilungen (Züge und Durchgänge aus den gewonnenen Partien). Das Programm nimmt nie einen Zug zurück und schaut nicht voraus, es ist also eine Untergrenze.

Die Regeln auf dieser Seite

  • Zwei Kartenspiele, 104 Karten, gut gemischt.
  • Neun Stapel mit 1 bis 9 Karten. Jeweils die oberste liegt offen.
  • Talon: die übrigen 59 Karten. Sie ziehen jeweils eine Karte und dürfen beliebig oft neu durchgehen.
  • Acht Ablagen, zwei pro Farbe, jeweils von Ass bis König.
  • Im Tableau legen Sie absteigend in abwechselnden Farben an, wie beim normalen Klondike.

Doppel-Solitär gibt es hier nur mit einer Karte pro Zug. Wer drei Karten ziehen möchte, spielt das normale Klondike unter Solitär mit 3 Karten.

Warum zwei Decks leichter sind

Das überrascht viele: mehr Karten, aber mehr Siege. Der Grund liegt in den Landeplätzen. Jede Karte hat einen Zwilling. Ist eine rote Sieben blockiert, taucht die zweite rote Sieben derselben Farbe irgendwo anders auf. Und weil es zwei Ablagen pro Farbe gibt, findet fast jede niedrige Karte schnell einen Platz.

Auch der Start ist freundlicher. Nur in 2,7 % der Verteilungen gab es unter den neun offenen Karten keinen einzigen Zug, beim normalen Klondike waren es 8,6 %. Neun Stapel bieten schlicht mehr Kombinationen.

Was dafür länger dauert

Der Preis ist die Dauer. Gewonnene Partien unseres Programms brauchten im Schnitt rund 268 Züge, gut doppelt so viele wie beim normalen Klondike. Und von den acht Assen lagen zu Beginn im Schnitt 2,8 verdeckt im Tableau. Doppel-Solitär ist deshalb ein Spiel für einen ruhigen Abend, nicht für die kurze Pause.

Strategie für 104 Karten

Den rechten Rand zuerst

Der neunte Stapel hat acht verdeckte Karten unter sich. Dort liegen die meisten verdeckten Karten, also auch die meisten Überraschungen. Arbeiten Sie sich von rechts nach links vor.

Zwillinge im Blick behalten

Wenn Sie eine Karte suchen, suchen Sie beide Exemplare. Oft ist das zweite viel leichter zu erreichen.

Ablagen gleichmäßig füllen

Bauen Sie nicht eine Ablage bis zur Zehn hoch, während die zweite derselben Farbe noch beim Ass steht. Niedrige Karten werden im Tableau noch als Anlegeplatz gebraucht.

Leere Stapel für Könige

Wie beim normalen Klondike nimmt ein leerer Stapel nur einen König auf. Mit acht Königen im Spiel lohnt es sich, einen Stapel erst dann zu leeren, wenn ein König bereitliegt.

Rückgängig ohne schlechtes Gewissen

Bei 268 Zügen verliert man leicht den Überblick. Das unbegrenzte Rückgängig ist hier Ihr Notizbuch.

Doppel-Solitär und Spider

Spider-Spieler kennen zwei Kartenspiele auf dem Tisch bereits. Der Unterschied: Bei Spider bauen Sie ganze Folgen von König bis Ass im Tableau, hier wandert jede Karte einzeln auf eine der acht Ablagen. Wer bei Spider mit zwei Farben oft hängen bleibt, findet in Doppel-Solitär ein entspannteres Spiel mit ähnlich vielen Karten.

Unsere Untersuchung Schritt für Schritt

Im September 2026 hat unser Team gemessen, wie oft sich Doppel-Solitär mit den Regeln dieser Seite gewinnen lässt.

  1. Regeln aus dem Code. Die Seite lädt eine eigene Klondike-Variante mit fest eingestellten 104 Karten, neun Stapeln, 59 Talonkarten und unbegrenzten Durchgängen. Die Option „3 Karten“ leitet auf das normale Klondike mit drei Karten um, Doppel-Solitär wird also immer mit einer Karte gespielt.
  2. Nachbau. Wir haben das Spiel als Programm nachgebaut, das nur erlaubte Züge macht.
  3. Austeilen. 10.000 Verteilungen aus nummerierten Startwerten, jederzeit exakt wiederholbar.
  4. Spieler. Ein regelbasiertes Programm, das nur die offenen Karten sieht und nie zurücknimmt, also die Untergrenze dessen, was ein geübter Mensch schafft.
  5. Ergebnis. 81,5 % gewonnen, 95-%-Bereich 80,7-82,2 %.
  6. Vergleich mit der Forschung. Für Doppel-Klondike haben wir keinen veröffentlichten Wert gefunden, auch nicht in der Studie von Blake und Gent (JAIR 2026). Unser Wert ist daher nicht gegengeprüft.
  7. Fehlerbereich. Mit 95 % Sicherheit liegt der wahre Wert unseres Programms zwischen 80,7 und 82,2 %.
  8. Grenzen. Ein Löser, der alle Karten kennt, lief hier nicht. Wir wissen also nicht, wie viele Partien grundsätzlich lösbar sind, nur dass es mindestens so viele sind, wie das Programm gewonnen hat.

Die Technik dahinter

Das Programm steckt im Modul doubleklondike.py (Python 3.11, nur Standardbibliothek). Es arbeitet eine feste Rangfolge von Zügen ab: zuerst auf die Ablage, dann Züge, die verdeckte Karten freilegen, dann der Talon. Über runner.py laufen die Partien parallel mit multiprocessing, jede Partie aus ihrem eigenen Startwert. Die 95-%-Bereiche sind Wilson-Intervalle. Ein KI-Assistent, Claude von Anthropic, hat beim Schreiben und Prüfen des Codes und beim Entwurf dieses Textes geholfen. Keine Zahl stammt von der KI selbst, alle kommen aus dem Programmlauf.

Von Admin, spidersolitairekostenlos.de. Stand der Untersuchung: 19. September 2026.

Häufig gestellte Fragen

Ist Doppel-Solitär schwerer als normales Klondike?

Nein, im Gegenteil. Unser Programm gewann fast doppelt so oft. Es dauert nur länger.

Kann ich Doppel-Solitär mit drei Karten spielen?

Auf dieser Seite nicht. Die Drei-Karten-Option führt zum normalen Klondike mit drei Karten.

Wie viel Zeit sollte ich einplanen?

Deutlich länger als Klondike: Gewonnene Partien unseres Programms brauchten rund 268 Züge.

Warum gibt es acht Ablagen?

Weil jede Farbe zweimal vorkommt. Jede Ablage nimmt eine vollständige Farbe von Ass bis König auf.

Was spiele ich danach?

Das normale Klondike Solitär, die zweite Zwei-Deck-Variante FreeCell mit zwei Decks oder alle Spiele in der Übersicht.