Easthaven Solitär

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Easthaven Solitär: Klondike-Karten, Spider-Talon

Easthaven sieht auf den ersten Blick aus wie Klondike: sieben Stapel, absteigend in abwechselnden Farben, verdeckte Karten, die freigespielt werden wollen. Der Nachziehstapel funktioniert aber wie bei Spider. Jeder Klick legt eine neue Karte auf jeden Stapel. Für Spider-Spieler ist das ein vertrautes Gefühl, nur mit Klondike-Regeln im Tableau.

Wie viele Partien sind grundsätzlich zu gewinnen? Unser Löser, der auch die verdeckten Karten und die Reihenfolge des Talons kennt, hat 97,6 % von 3.000 Partien gewonnen. Keine einzige war nachweislich unlösbar, 2,4 % blieben offen. Das ist eine Obergrenze: Ein Mensch sieht die verdeckten Karten nicht und schafft daher weniger.

Auf einen Blick

MessungErgebnisGrundlage
Vom Löser gewonnen (kennt alle Karten)97,6 % (97,0-98,1 %)3.000 Partien, bis zu 100.000 Stellungen je Partie
Nachweislich unlösbar0 %3.000 Partien
Offen geblieben2,4 %3.000 Partien
Kein Zug unter den sieben offenen Karten zu Beginn8,2 %3.000 Partien
Verdeckte Asse zu Beginn1,06 von 4 im Schnitt3.000 Partien

Die Regeln auf dieser Seite

  • Sieben Stapel mit je drei Karten. Nur die oberste liegt offen, darunter liegen je zwei verdeckte, zusammen 14.
  • Talon mit 31 Karten. Jeder Klick legt eine Karte auf jeden der sieben Stapel. Der letzte Klick hat nur noch drei Karten und bedient die ersten drei Stapel. Es gibt keinen zweiten Durchgang.
  • Sie dürfen jederzeit austeilen, auch wenn ein Stapel leer ist.
  • Im Tableau legen Sie absteigend in abwechselnden Farben an.
  • Ganze Folgen in abwechselnden Farben dürfen Sie als Einheit verschieben.
  • Jede Karte oder Folge darf in einen leeren Stapel, nicht nur ein König.
  • Die vier Ablagen füllen Sie je Farbe von Ass bis König.

Die Regel, die alles entscheidet

Dass ganze Folgen wandern dürfen, klingt nach einem Detail. In unserer Untersuchung war es der wichtigste Faktor überhaupt. Mit den Regeln dieser Seite fand der Löser keine unlösbare Partie. Als wir testweise nur Einzelkarten erlaubten, bewies derselbe Löser für mindestens 36,9 % der Partien, dass sie verloren sind (untere Grenze des 95-%-Bereichs, 300 Partien).

Für Sie heißt das: Nutzen Sie Folgenzüge konsequent. Eine lange, sauber gebaute Folge ist bei Easthaven kein Hindernis, sondern Kapital. Sie lässt sich jederzeit komplett umziehen, sobald ein passender Platz frei wird.

Easthaven im Vergleich mit Spider

Bei Spider und Easthaven bestimmt der Talon den Rhythmus. Jeder Klick legt neue Karten auf alle Stapel und kann eine mühsam gebaute Folge zudecken. Zwei Unterschiede machen Easthaven freundlicher:

  • Weniger Verdecktes. Nur 14 Karten liegen verdeckt, bei Spider sind es 44.
  • Ablage jederzeit. Karten wandern einzeln auf die Ablage. Bei Spider müssen Sie erst eine vollständige Folge von König bis Ass bauen.

Wo genau Easthaven auf unserer Spider-Leiter steht, können wir nicht sagen: Die Leiter vergleicht Programme ohne Vorausschau, und ein solches Programm haben wir für Easthaven nicht laufen lassen. Die 97,6 % des Lösers sind eine Obergrenze und dürfen nicht mit den 52,8 % bei Spider mit einer Farbe verglichen werden.

Strategie

Vor jedem Austeilen aufräumen

Jeder Klick auf den Talon legt eine Karte auf jeden Stapel. Machen Sie vorher alle sinnvollen Züge, sonst decken Sie Ihre eigenen Möglichkeiten zu.

Verdeckte Karten früh freispielen

Im Schnitt liegt etwa ein Ass (1,06 von 4) zu Beginn verdeckt. Je früher Sie die zwei verdeckten Karten eines Stapels freilegen, desto früher wissen Sie, womit Sie arbeiten.

Leere Stapel sind vielseitig

Anders als bei Klondike darf hier jede Karte in einen leeren Stapel. Ein leerer Platz ist deshalb ideal, um eine lange Folge umzuziehen oder eine blockierende Karte zu parken.

Kein Zug am Anfang? Kein Grund zur Sorge

In 8,2 % der Verteilungen gab es unter den sieben offenen Karten keinen Zug. Dann beginnt das Spiel eben mit dem ersten Austeilen.

Den letzten Klick bedenken

Das letzte Austeilen bedient nur die ersten drei Stapel. Halten Sie dort Platz für die letzten Karten frei.

Unsere Untersuchung Schritt für Schritt

Im September 2026 wollte unser Team wissen, wie gewinnbar Easthaven mit den Regeln dieser Seite ist.

  1. Regeln aus dem Code. Die Seite nutzt eine Easthaven-Variante des Klondike-Spiels: sieben Stapel zu drei Karten, 31 Karten Talon ohne zweiten Durchgang, Folgenzüge erlaubt, jede Karte in leere Stapel.
  2. Nachbau. Wir haben diese Regeln als Programm umgesetzt, das nur erlaubte Züge ausführt.
  3. Austeilen. 3.000 Partien aus nummerierten Startwerten, jederzeit wiederholbar.
  4. Löser. Eine Tiefensuche, die die verdeckten Karten und die Talonreihenfolge kennt und nach 100.000 Stellungen je Partie aufgibt. Das ergibt eine Obergrenze.
  5. Ergebnis. 97,6 % gewonnen, 0 % unlösbar, 2,4 % offen.
  6. Vergleich mit der Forschung. Blake und Gent (JAIR 2026) nennen 82,844 % für Easthaven, allerdings mit einer strengeren Regel, bei der nur Einzelkarten wandern. Die Zahlen sind deshalb nicht direkt vergleichbar. Mit unserer eigenen Einzelkarten-Version kamen wir auf deutlich weniger als den veröffentlichten Wert; wo der Unterschied herkommt, haben wir noch nicht geklärt.
  7. Fehlerbereich. Mit 95 % Sicherheit liegt der gewonnene Anteil zwischen 97,0 und 98,1 %.
  8. Grenzen. Der Löser sieht alles, Sie nicht. Wie oft ein Mensch ohne dieses Wissen gewinnt, sagt diese Zahl nicht.

Die Technik dahinter

Der Löser steckt im Modul easthaven.py (Python 3.11, nur Standardbibliothek). Er probiert alle erlaubten Züge in der Tiefe durch, merkt sich bereits geprüfte Stellungen und legt Karten automatisch ab, wenn das nachweislich nichts verbaut. Die Partien laufen mit multiprocessing parallel, jede aus ihrem eigenen Startwert; die Bereiche sind Wilson-Intervalle. Ein KI-Assistent, Claude von Anthropic, hat beim Schreiben und Prüfen des Codes und beim Entwurf dieses Textes geholfen. Die Zahlen hat nicht die KI geliefert, sondern der Programmlauf.

Von Admin, spidersolitairekostenlos.de. Stand der Untersuchung: 19. September 2026.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich Easthaven von Klondike?

Vor allem im Talon: Er teilt auf alle Stapel aus wie bei Spider, und es gibt keinen zweiten Durchgang. Außerdem darf jede Karte in einen leeren Stapel.

Darf ich austeilen, wenn ein Stapel leer ist?

Ja. Anders als bei Spider ist das hier jederzeit erlaubt.

Ist Easthaven fast immer zu gewinnen?

Für jemanden, der alle Karten kennt, ja. Sie spielen ohne dieses Wissen und gewinnen deshalb seltener.

Warum sind Folgenzüge so wichtig?

Weil sie in unserer Messung den Unterschied zwischen keiner und mindestens einem Drittel verlorener Partien ausgemacht haben.

Welche Spiele ähneln Easthaven?

Klondike Solitär für die klassische Variante, Spider mit einer Farbe für den Spider-Talon, alle Spiele in der Übersicht.