Forty Thieves Solitär

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Forty Thieves Solitär: vierzig Diebe, zwei Decks, kaum Spielraum

Forty Thieves lässt Ihnen erstaunlich wenig Spielraum, und unsere Messung zeigt, wie wenig. Vierzig Karten liegen offen in zehn Stapeln, darunter wartet ein Talon mit 64 Karten, der nur ein einziges Mal durchgegangen werden darf. Gebaut wird in gleicher Farbe, und es bewegt sich immer nur eine Karte.

Ein Programm, das bis zu 300 Stellungen vorausdenkt, aber die Reihenfolge des Talons nicht kennt, hat nur 5,8 % von 3.000 Partien gewonnen. Das ist eine Untergrenze, und zwar eine schwache: Ein geübter Mensch mit Rückgängig gewinnt deutlich öfter. Die Zahl sagt also nicht, wie viele Partien grundsätzlich zu gewinnen sind, sondern wie schnell man ohne Planung scheitert.

Auf einen Blick

MessungErgebnisGrundlage
Siege des Programms (Untergrenze)5,8 % (5,0-6,7 %)3.000 Partien
Karten auf der Ablage am Ende, im Schnitt34 von 1043.000 Partien
Züge in gewonnenen Partienrund 277174 Siege
Ein Ass ist in der Anfangsauslage spielbar57,3 %3.000 Partien

Die Regeln auf dieser Seite

  • Zwei Kartenspiele, 104 Karten, acht Ablagen (zwei pro Farbe).
  • Zehn Stapel mit je vier Karten, alle offen.
  • Talon mit 64 Karten. Sie ziehen eine Karte nach der anderen auf den Abwurf. Einen zweiten Durchgang gibt es nicht.
  • Im Tableau legen Sie absteigend in gleicher Farbe an.
  • Es bewegt sich immer nur eine Karte.
  • Jede Karte darf in einen leeren Stapel.

Forty Thieves auf der Spider-Leiter

Unsere Schwierigkeitsleiter vergleicht, wie oft ein Programm ohne Wissen über verdeckte Karten gewinnt. Forty Thieves landet mit 5,8 % in derselben Gegend wie Spider mit zwei Farben (5,7 %), weit unter Spider mit einer Farbe (52,8 %) und klar über Spider mit vier Farben (0,2 %). Die Programme sind allerdings unterschiedlich gebaut; die Nähe der beiden Zahlen ist ein grober Hinweis, kein exakter Vergleich.

Auch die Mechanik erinnert an Spider: zwei Decks, ein langer Talon, und am Ende zählen gleichfarbige Folgen. Der entscheidende Unterschied: Bei Spider wandern ganze gleichfarbige Folgen, bei Forty Thieves nur einzelne Karten. Jede lange Folge muss hier Stück für Stück umgebaut werden.

Warum so wenige Siege?

Drei Regeln wirken zusammen:

  • Kein zweiter Durchgang. Eine Karte, die Sie im Talon verpassen, liegt im Abwurf und ist nur noch erreichbar, wenn alle darüberliegenden Karten weg sind.
  • Nur Einzelkarten. Ohne leere Stapel lässt sich eine längere Folge praktisch nicht bewegen.
  • Gleiche Farbe. Für jede Karte gibt es nur zwei passende Anlegeplätze im ganzen Spiel.

Im Schnitt brachte das Programm nur 34 der 104 Karten auf die Ablagen. Die meisten Partien enden also lange vor dem Ziel.

Strategie

Leere Stapel sind das Wichtigste

Weil sich nur Einzelkarten bewegen, ist ein leerer Stapel Ihr einziges Werkzeug, um Folgen umzubauen. Arbeiten Sie früh darauf hin, einen Stapel zu leeren, und belegen Sie ihn nicht leichtfertig.

Den Abwurf im Blick

Jede Karte, die Sie aus dem Talon ziehen und nicht spielen, liegt auf dem Abwurf und verdeckt die vorherigen. Ziehen Sie erst, wenn im Tableau nichts Sinnvolles mehr zu tun ist.

Asse sofort ablegen

In 57,3 % der Partien liegt ein Ass gleich in der Anfangsauslage spielbar. Legen Sie es ab und prüfen Sie, welche Zweien folgen können.

Lieber tief als breit

Konzentrieren Sie sich auf einen Stapel, den Sie leeren können, statt überall ein bisschen zu räumen.

Rückgängig als Lernwerkzeug

Bei so wenig Spielraum entscheidet oft ein einziger Zug. Das unbegrenzte Rückgängig erlaubt es, Alternativen zu vergleichen.

Unsere Untersuchung Schritt für Schritt

Im September 2026 hat unser Team gemessen, wie schwer Forty Thieves mit den Regeln dieser Seite ist.

  1. Regeln aus dem Code. Die Seite nutzt eine Forty-Thieves-Variante des Klondike-Spiels: zwei Decks, zehn offene Stapel zu vier Karten, 64 Karten Talon ohne zweiten Durchgang, Bauen in gleicher Farbe, nur Einzelkarten, jede Karte in leere Stapel.
  2. Nachbau. Diese Regeln als Programm, das nur erlaubte Züge ausführt.
  3. Austeilen. 3.000 Partien aus nummerierten Startwerten.
  4. Spieler. Ein Programm, das vor jedem Zug bis zu 300 Stellungen durchrechnet, aber nicht weiß, welche Karte als Nächstes aus dem Talon kommt. Es nimmt nie einen Zug zurück.
  5. Ergebnis. 5,8 % gewonnen, im Schnitt 34 Karten auf der Ablage.
  6. Vergleich mit der Forschung. Einen veröffentlichten Wert für Forty Thieves haben wir nicht gefunden, auch nicht in der Studie von Blake und Gent (JAIR 2026). Die Seite solitairex.io nennt für eine Gruppe schwerer Spiele einschließlich Forty Thieves „11 % oder weniger“, ohne ihre Methode zu erklären.
  7. Fehlerbereich. Mit 95 % Sicherheit liegt der wahre Wert unseres Programms zwischen 5,0 und 6,7 %.
  8. Grenzen. Das Programm ist schwach. Es bildet ab, wie hart das Spiel ohne gründliche Planung ist, nicht, wie viele Partien lösbar sind. Ein Löser, der alle Karten kennt, lief hier nicht.

Die Technik dahinter

Das Programm steckt im Modul fortythieves.py (Python 3.11, nur Standardbibliothek). Es nutzt dieselbe Vorausschau wie unser Diplomat-Programm: Es bewertet Stellungen nach abgelegten Karten, leeren Stapeln und gleichfarbigen Verbindungen, sucht bis zu 300 Stellungen weit und zieht eine neue Talonkarte, wenn sich nichts verbessern lässt. Die Partien laufen mit multiprocessing parallel, jede aus ihrem eigenen Startwert. Die Bereiche sind Wilson-Intervalle. Ein KI-Assistent, Claude von Anthropic, hat beim Programmieren, beim Prüfen und beim Entwurf dieser Seite geholfen. Die Zahlen stammen aber nur aus dem Programmlauf.

Von Admin, spidersolitairekostenlos.de. Stand der Untersuchung: 19. September 2026.

Häufig gestellte Fragen

Ist Forty Thieves das schwerste Spiel auf dieser Seite?

Nicht ganz. Unsere Programme schnitten bei Spider mit vier Farben (0,2 %), Alaska (1,5 %) und Yukon (4,5 %) noch schlechter ab; die Programme sind aber unterschiedlich stark, ein genaues Ranking ergibt sich daraus nicht. Menschen mit guter Planung und Rückgängig gewinnen deutlich öfter als 5,8 %.

Warum darf ich den Talon nicht erneut durchgehen?

So ist das Spiel auf dieser Seite eingestellt. Deshalb ist jede gezogene Karte eine Entscheidung.

Kann ich eine ganze Folge auf einmal bewegen?

Nein, bei Forty Thieves bewegt sich immer nur eine Karte.

Was hat Forty Thieves mit Spider gemeinsam?

Zwei Decks, einen langen Talon und die Bedeutung gleichfarbiger Folgen. Bei Spider wandern aber ganze Folgen, hier nur Einzelkarten, und hier müssen Sie schon beim Anlegen die Farbe einhalten.

Was spiele ich, wenn es mir zu schwer ist?

Doppel-Solitär hat ebenfalls zwei Decks, ist aber viel gnädiger. Alle Spiele finden Sie in der Übersicht.