Von Admin, für das Team von spidersolitairekostenlos.de
Die kurze Antwort
Der Sprung von einer Farbe zu zwei Farben ist groß. Der Sprung von zwei auf vier Farben ist noch viel größer.
In unseren eigenen Simulationen gewann derselbe Computerspieler 52,8 % der Partien mit 1 Farbe, 5,7 % mit 2 Farben und nur 0,2 % mit 4 Farben. Die Regeln bleiben dabei identisch, es ändert sich nur, wie viele Farben im Spiel sind.
Wichtig ist der Grund dafür: Die Stufen unterscheiden sich nicht im Glück beim Austeilen, sondern in der Planung, die sie von Ihnen verlangen. Bei einer Farbe darf man improvisieren. Bei vier Farben bestraft jeder unbedachte Zug Sie zehn Züge später. Wer das versteht, spielt auf jeder Stufe besser.
Die Schwierigkeitsleiter in Zahlen
Unsere Zahlen stammen aus Simulationen, die das Team im September 2026 mit den Regeln dieser Seite durchgeführt hat (Python; ein KI-Assistent half beim Code, die Zahlen stammen aus dem Programmlauf).
Die Methode in einem Satz: Ein Computerspieler, der nur die offenen Karten sieht, bis zu 250 Stellungen vorausrechnet und nichts rückgängig machen darf, spielte 4.000 Partien mit 1 Farbe, 4.000 Partien mit 2 Farben und 2.000 Partien mit 4 Farben, die Ergebnisse sind damit eine Untergrenze für das Machbare, denn ein Mensch mit Rückgängig-Taste und Geduld kann mehr erreichen.
| Stufe | Gewonnene Partien | 95-%-Bereich | Partien |
|---|---|---|---|
| 1 Farbe | 52,8 % | 51,2-54,3 % | 4.000 |
| 2 Farben | 5,7 % | 5,0-6,5 % | 4.000 |
| 4 Farben | 0,2 % | 0,08-0,5 % | 2.000 |
Den 95-%-Bereich geben wir absichtlich immer mit an. Er sagt: In diesem Fenster liegt der wahre Wert mit hoher Sicherheit. Eine einzelne, glatte Zahl wäre genauer, als die Daten es erlauben.
Nicht nur Siege zählen, auch fertige Reihen
Ein Sieg braucht alle acht fertigen Reihen (König bis Ass in einer Farbe). Das ist ein hartes Ja-oder-Nein. Viel mehr über den Verlauf einer Partie sagt daher die Zahl der fertigen Reihen:
- Fertige Reihen pro Partie: 4,96 bei 1 Farbe, 0,825 bei 2 Farben, 0,045 bei 4 Farben.
- Partien mit mindestens 4 fertigen Reihen (also halbem Erfolg): 56,9 % bei 1 Farbe, 6,3 % bei 2 Farben, 0,2 % bei 4 Farben.
Lesen Sie die zweite Zeile noch einmal. Bei einer Farbe erreicht unser Computerspieler in mehr als der Hälfte der Partien den halben Weg. Bei zwei Farben schafft er das noch in gut jeder sechzehnten Partie. Bei vier Farben ist selbst der halbe Weg die Ausnahme. Genau darum fühlen sich vier Farben so viel schwerer an, als es der Regelunterschied vermuten lässt.
Warum es Planung ist und nicht Glück
Bei einer Farbe sind alle Karten austauschbar. Eine 7 ist eine 7. Sie können lange Folgen bilden, sie wieder auseinandernehmen und neu sortieren, ohne etwas zu verlieren.
Ab zwei Farben verändert sich das Spiel grundlegend:
- Eine Folge lässt sich nur am Stück bewegen, wenn sie einfarbig ist. Gemischte Stapel sind blockiert.
- Jeder Zug, der eine Farbe auf die andere legt, kostet Ihnen später Bewegungsfreiheit.
- Leere Spalten werden zur wichtigsten Ressource, und sie sind knapp.
Bei vier Farben gilt das doppelt, denn nun gibt es für jeden Rang vier verschiedene Partner. Die Partie verzeiht keine Bequemlichkeit mehr. Das Austeilen ist in allen drei Fällen gleich zufällig; was sich ändert, ist die Zahl der Züge, die Sie im Voraus durchdenken müssen.
Wie das zu veröffentlichten Zahlen passt
Unsere Werte sind eine Untergrenze. Die Gegenprobe ist die Obergrenze: Wie viele Blätter wären lösbar, wenn man alle Karten von Anfang an kennt?
Dazu gibt es seit kurzem eine saubere, begutachtete Antwort. Charlie Blake und Ian Gent kommen 2026 im Journal of Artificial Intelligence Research zum Ergebnis, dass Spider Solitär mit vier Farben in 98,5 % der Fälle lösbar ist, wenn der Löser alle verdeckten Karten kennt. Dieselbe Arbeit beziffert Klondike (Ziehen 1) unter diesen Bedingungen auf rund 81,9 %.
Zwischen 98,5 % lösbar und 0,2 % gewonnen liegt also kein Widerspruch, sondern die gesamte Spielkunst. Fast jedes Blatt hat eine Lösung, man muss sie nur finden, ohne in die verdeckten Karten zu schauen.
Und wo liegen echte Menschen? Die Spielseite solitairex.io ordnet in ihrer Auswertung eigener Spielerdaten Spider Solitär mit einer Farbe bei etwa 70-84 % gewonnenen Partien ein und vier Farben bei höchstens 11 %. Diese Zahlen stammen nicht aus einer begutachteten Studie und die Methode ist nicht veröffentlicht, nehmen Sie sie also als Hinweis, nicht als Messwert. Die Richtung stimmt aber mit unseren Simulationen überein: Menschen mit Rückgängig-Taste und Nachdenkzeit liegen deutlich über unserem Computerspieler, und die Reihenfolge der Stufen ist dieselbe.
Welche Stufe passt zu Ihnen?
- Neu bei Spider? Beginnen Sie mit Spider Solitär mit 1 Farbe. Hier lernen Sie den Rhythmus des Spiels: verdeckte Karten aufdecken, Spalten leer räumen, erst dann austeilen.
- Sie gewinnen 1 Farbe regelmäßig? Wechseln Sie zu 2 Farben. Das ist die Stufe mit dem besten Verhältnis von Denkarbeit zu Erfolgserlebnis.
- Sie wollen eine echte Kopfnuss? 4 Farben, aber messen Sie sich dort nicht an Siegen, sondern an fertigen Reihen.
- Sie möchten etwas anderes zwischendurch? FreeCell ist fast immer lösbar und belohnt reines Planen; Klondike gibt es hier in den Zugmodi Ziehen 1 und Ziehen 3.
Strategie für jede Stufe
1 Farbe: Reihenfolge üben
- Decken Sie zuerst immer die verdeckten Karten auf, bevor Sie hübsch sortieren.
- Halten Sie eine Spalte frei, solange es geht. Eine leere Spalte ist Ihr Werkzeugkasten.
- Teilen Sie erst neu aus, wenn Sie nichts Sinnvolles mehr bewegen können.
2 Farben: Farbe trennen
- Vermeiden Sie es, eine Karte der einen Farbe auf die andere zu legen, solange es eine Alternative gibt.
- Bauen Sie lieber zwei kurze einfarbige Folgen als eine lange gemischte.
- Räumen Sie die kürzeste Spalte gezielt leer, sie ist am schnellsten frei.
- Vor dem Austeilen prüfen: Habe ich noch mindestens einen Platz, um die sechs neuen Karten zu verarbeiten?
4 Farben: in Zielen denken
- Setzen Sie sich pro Partie ein Ziel, etwa „zwei fertige Reihen“. So bleibt das Spiel befriedigend.
- Arbeiten Sie rückwärts: Welche Karte brauchen Sie, um eine Spalte zu leeren, und wo liegt sie?
- Nutzen Sie Rückgängig ohne schlechtes Gewissen. Auf dieser Stufe ist Ausprobieren Teil der Methode.
- Legen Sie Könige nur ab, wenn es einen Plan gibt, sie wieder zu bewegen. Könige blockieren Spalten dauerhaft.
Vier häufige Fehler
- Zu früh austeilen. Jedes Austeilen legt sechs neue Karten auf Ihre Stapel und nimmt Ihnen Übersicht.
- Eine leere Spalte sofort füllen. Sie ist mehr wert, wenn sie leer bleibt.
- Optisch sortieren statt aufdecken. Eine ordentliche Spalte ohne neue Information bringt Sie nicht weiter.
- Die Stufe für Pech halten. Nach unseren Zahlen liegt der Unterschied in der Planung, nicht im Blatt.
So spielen Sie hier
Alle Spielstufen finden Sie direkt auf der Startseite, und eine Übersicht aller Varianten gibt es unter Spiele.
- Völlig kostenlos, ohne Download, ohne Installation, ohne Anmeldung, ohne Konto und ohne E-Mail-Adresse. Sie klicken und spielen.
- Große, klare Spielkarten und gut lesbare Schrift, angenehm für ältere Spieler und für müde Augen. Mit der Zoom-Steuerung machen Sie das Spielfeld größer.
- Alle Funktionen für alle: Tipp (Hint), unbegrenztes Rückgängig (Undo), Neustart, Auto-Play zum Beenden einer gelösten Partie sowie Ziehen und Ablegen oder Antippen der Karten.
- Für die laufende Partie werden Siege, Zeit und Züge mitgezählt, gut geeignet, um Ihre eigene Entwicklung zu beobachten.
- Nach Ihrem Geschmack: Ton abschaltbar, Vollbildmodus, einstellbare Tischfarbe.
- Einfach zur Freude gebaut: kein Glücksspiel, keine In-App-Käufe, keine Uhr, die Sie antreibt.
- Läuft in jedem modernen Browser, am Rechner, auf dem Tablet und auf dem Handy.
Häufig gestellte Fragen
Ist Spider Solitär mit 4 Farben überhaupt zu gewinnen?
Ja. Blake und Gent geben im Journal of Artificial Intelligence Research (2026) an, dass 98,5 % der Blätter lösbar sind, wenn alle Karten bekannt sind. Für Sie am Bildschirm heißt das: Die Lösung existiert fast immer, sie ist nur schwer zu finden. Unbegrenztes Rückgängig ist dabei keine Schummelei, sondern das passende Werkzeug.
Wie viel schwerer sind 2 Farben als 1 Farbe?
In unseren Simulationen im September 2026 fiel die Gewinnquote desselben Computerspielers von 52,8 % (95-%-Bereich 51,2-54,3 %) auf 5,7 % (5,0-6,5 %). Die fertigen Reihen pro Partie gingen von 4,96 auf 0,825 zurück. Der Sprung ist also erheblich, für Menschen mit Rückgängig-Taste allerdings kleiner als für einen Computerspieler ohne.
Warum liegen Ihre Zahlen unter den Werten anderer Seiten?
Weil wir absichtlich streng gemessen haben: nur offene Karten, 250 Stellungen Vorausschau, kein Rückgängig. Das ergibt eine Untergrenze. Werte wie die 70-84 % bei einer Farbe aus den Spielerdaten von solitairex.io beschreiben dagegen Menschen, die neu starten, nachdenken und Züge zurücknehmen dürfen. Beide Zahlen können stimmen, sie messen Verschiedenes.
Ist Spider Solitär schwerer als Klondike?
Nach der Arbeit von Blake und Gent ist Spider mit vier Farben bei Kenntnis aller Karten häufiger lösbar (98,5 %) als Klondike mit Ziehen 1 (rund 81,9 %). Im praktischen Spiel ist Spider mit vier Farben trotzdem deutlich schwerer, weil Sie die verdeckten Karten eben nicht kennen. Probieren Sie beides aus: Spider mit 1 Farbe zum Entspannen, Klondike für das klassische Gefühl.
Welche Stufe sollte ich zum Entspannen wählen?
Eine Farbe. Dort ist mehr als jede zweite Partie auch ohne tiefes Grübeln erfolgreich, und mit Tipp und Auto-Play geht es flüssig voran. Für zwei Farben planen Sie besser eine ruhige Viertelstunde ein.
Verlieren meine Statistiken sich, wenn ich die Seite schließe?
Siege, Zeit und Züge werden für die laufende Partie mitgezählt. Wer seine Entwicklung über Wochen verfolgen möchte, notiert am einfachsten die fertigen Reihen pro Partie, dieser Wert zeigt Fortschritt viel früher als die Gewinnquote.
Mehr Anleitungen und Strategiebeiträge finden Sie in unserem Blog. Und wenn Sie wissen möchten, wer hinter dieser Seite steht: Über uns.
Sources
- Charlie Blake, Ian Gent: The Winnability of Klondike Solitaire and Many Other Patience Games, Journal of Artificial Intelligence Research 85 (2026)
- Preprint der Arbeit von Blake & Gent (arXiv)
- solitairex.io: Data Insights and Strategies to Improve Your Win Rate
- Eigene Simulationen des Teams von spidersolitairekostenlos.de, September 2026 (Python, 4.000 / 4.000 / 2.000 Partien)